Leistungen

Bakterielle Vaginose (BV) / Dysbiose​

Die genitale Schleimhaut (Mukosa) der Frau wird von speziellen Mikroorganismen besiedelt, dem genitalen Mikrobiom. Bestimmte Laktobazillen dominieren bei der geschlechtsreifen Frau dieses Mikrobiom und sorgen für einen sauren pH. Die Laktobazillen unterstützen ein Abwehrsystem gegen Infektionen und sorgen für eine komplikationsfreie Schwangerschaft mit zeitgerechter Geburt. Peri- und postmenopausal kommt es, ohne Hormonersatztherapie, zur Abnahme der Laktobazillen-Dominanz.

Dysbiose

Störungen des vaginalen Mikrobioms gehen mit zahlreichen, zum Teil schwerwiegenden Krankheiten einher. Diese umfassen nicht nur Erkrankungen der Schleimhäute selbst, wie bakterielle Vaginosen (BV), entzündliche Vaginitiden, fungale Infektionen, sondern auch die vulvovaginale Atrophie; sie können sich auch auf das Endometrium oder angrenzende Gewebe ausweiten („pelvic inflammatory disease“). Sie stehen darüber hinaus mit Schwangerschafts-Risiken und der Anfälligkeit für sexuell übertragbare Erkrankungen wie der Infektion mit HPV in Verbindung.

Die Behandlung der BV jedoch ist häufig langwierig und von einer hohen Rezidivrate belastet: diese beträgt etwa nach 3 Monaten 30% und nach 6 Monaten 60 %. Die Bestimmung des vaginales Mikrobioms führt daher, bei anhaltenden Beschwerden, zu diagnostischer Klarheit und eröffnet neue therapeutischen Optionen.

Diagnostik

Durch die Verwendung neuer Untersuchungsmethoden („next-generation sequencing (NGS)“) lässt sich die bakterielle Zusammensetzung des vaginalen Mikrobiomes vollständig bestimmen. Dadurch können die vorherrschenden Bakterien-Spezies und ihre relativen Anteile bestimmt werden. Daraus ergeben sich wiederum die sogenannten mikrobiellen „Vaginaltypen“. Darüber hinaus wird auch die bakterielle Vielfalt, die als Diversität bezeichnet wird, bestimmt: Eine hohe Diversität geht mit bakteriellen Entzündungen einher.

dus-ana Bakterielle Vaginose (BV) Dysbiose​

Fertilität und Mikrobiom

Die genitale Schleimhaut (Mukosa) der Frau wird von speziellen Mikroorganismen besiedelt, dem genitalen Mikrobiom. Bestimmte Laktobazillen dominieren bei der geschlechtsreifen Frau dieses Mikrobiom und sorgen für einen sauren pH. Die Laktobazillen tragen zu Fruchtbarkeit und zum Erfolg der künstlichen Befruchtung in erheblichem Masse bei.  Darüber hinaus unterstützen sie ein Abwehrsystem gegen Infektionen und sorgen für eine komplikationsfreie Schwangerschaft mit zeitgerechter Geburt.

Dysbiose

Störungen des vaginalen Mikrobioms beeinträchtigen die Fruchtbarkeit und reduzieren die Schwangerschaftsraten nachhaltig. Besonders die Zunahme der bakteriellen Diversität und damit von Keimen, die bei der bakteriellen Vaginose (BV) auftreten, sind mit Unfruchtbarkeit und Misserfolgen bei der künstlichen Befruchtung verbunden.

Gleiches gilt für das endometriale Mikrobiom: Laktobazillen-Dominanz begünstigt Befruchtung und Schwangerschaften, wohingegen die relative Abnahme der Laktobazillen die erfolgreiche Befruchtung und daraus resultierende Geburten deutlich vermindert.

Die Behandlung der BV jedoch ist häufig langwierig und von einer hohen Rezidivrate belastet. Die Bestimmung der genitalen Mikrobiota führt daher zu diagnostischer Klarheit und kann neue therapeutischen Optionen eröffnen. Auch die Diagnostik endometrialer Störungen des Mikrobioms kann zur Verbesserung der Therapie beitragen.

dus-ana Fertilität und Mikrobiom​

Diagnostik

Durch die Verwendung neuer Untersuchungsmethoden („next-generation sequencing (NGS)“) lässt sich die bakterielle Zusammensetzung des vaginalen Mikrobiomes vollständig bestimmen. Dadurch können die vorherrschenden Bakterien-Spezies und ihre relativen Anteile bestimmt werden. Daraus ergeben sich wiederum die sogenannten mikrobiellen „Vaginaltypen“ Darüber hinaus wird auch die bakterielle Vielfalt, die als Diversität bezeichnet wird, bestimmt: Eine hohe Diversität geht mit Unfruchtbarkeit einher.

IVF – Kinderwunsch und das genitale Mikrobiom

Das vaginale Mikrobiom setzt sich bei den meisten prämenopausalen Frauen vorwiegend aus Laktobazillen zusammen. Diese bewirken einen sauren pH und generieren eine Schutzwirkung gegen pathogene Bakterien und Viren.

Der Uterus wurde lange Zeit als steril angesehen, jedoch wird zunehmend deutlich, dass auch dieser ein Mikrobiom trägt. Dort ist die Bakteriendichte zwar deutlich niedriger als in der Vagina, aber auch das uterine oder endometriale Mikrobiom setzt sich im Wesentlichen aus Laktobazillen zusammen.

Dysbiose

Störungen des vaginalen Mikrobioms („Dysbiose“) sind charakterisiert durch einen Rückgang von Laktobazillen bzw. eine Zunahme von Anaerobiern („non-Laktobazillen“ – etwa Gardnerella, Prevotella, Atopobium, Megasphera etc). Klinisch findet man dies typischerweise bei der bakteriellen Vaginose (BV). Dabei ist eine vaginale Dysbiose und BV bei IVF-Patientinnen nachweislich signifikant häufiger als in der normalen Bevölkerung. Auch die Implantations-Rate nach IVF-Behandlung ist bei Frauen mit BV deutlich niedriger als bei Frauen ohne BV.

Da IVF-Behandlungen das vaginale Mikrobiom „umgehen“ können, ist das endometriale Mikrobiom zunehmend in den Fokus geraten. Vaginales und uterines Mikrobiom können sich bei der gleichen Patientin voneinander unterscheiden. Störungen des endometrialen Mikrobioms gehen mit einem Verlust der Laktobazillus-Dominanz einher, was wiederum in einem rezeptiven Endometrium mit einer signifikanten Reduktion der Implantations- und Lebendgeburten-Raten einhergeht.

Diagnostik

Durch die Verwendung neuer Untersuchungsmethoden („next-generation sequencing (NGS)“) lässt sich die bakterielle Zusammensetzung des genitalen Mikrobiomes vollständig bestimmen. Dadurch können die vorherrschenden Bakterien-Spezies und ihre relativen Anteile bestimmt werden. Daraus ergeben sich wiederum für das vaginale Mikrobiom sogenannte mikrobiellen „Vaginaltypen“ Darüber hinaus wird auch die bakterielle Vielfalt, die als Diversität bezeichnet wird, bestimmt: Eine hohe Diversität geht mit bakteriellen Entzündungen und Unfruchtbarkeit einher.

HPV, CIN und das genitale Mikrobiom

Die persistierende Infektion mit high-risk Humanen Papillomaviren (HR-HPVs) ist eine notwendige – wenn auch nicht ausreichende – Bedingung für die Entwicklung des Zervixkarzinoms und cervicaler intra-epithelialer Neoplasien (CIN). Obgleich HPV-Infektionen bei sexuell aktiven Frauen sehr häufig vorkommen, verläuft die Mehrzahl der Infektionen transient. Nur eine kleine Gruppe von HPV infizierten Frauen entwickeln höhergradige CIN-Läsionen oder gar ein Zervixkarzinom.

Dysbiose

Die Störung des vaginalen Mikrobioms steht offensichtlich mit der Anfälligkeit für Infektionen mit humanen Papillomaviren (HPVs) in Verbindung. Besonders die bakterielle Vaginose (BV) geht mit einer verzögerten HPV-Clearance und CIN-Progression einher. Dies bedeutet, dass das üblicherweise durch Laktobazillen dominierte Mikrobiom bei der geschlechtsreifen Frau eine schützende Wirkung gegenüber Pathogenen und sexuell übertragbaren Infektionen besitzt.

Die gezielte Analyse des genitalen Mikrobioms lässt dabei eine Risikoabschätzung für die Progression von CIN-Läsionen zu. Dies gilt im Besonderen für folgende zytologische Befunde:

  • IIID2, besonders bei jüngeren Frauen, ggf. mit Kinderwunsch,
  • persistierend IIID1 bei postmenopausalen Frauen und
  • bei sehr jungen Frauen und IVa.

Darüber hinaus kann die Bestimmung des vaginalen Mikrobioms neue therapeutische Optionen eröffnen.

Diagnostik

Durch die Verwendung neuer Untersuchungsmethoden („next-generation sequencing (NGS)“) lässt sich die bakterielle Zusammensetzung des vaginalen Mikrobiomes vollständig bestimmen. Dadurch können die vorherrschenden Bakterien-Spezies und ihre relativen Anteile bestimmt werden. Daraus ergeben sich wiederum die sogenannten mikrobiellen „Vaginaltypen“. Darüber hinaus wird auch die bakterielle Vielfalt, die als Diversität bezeichnet wird, bestimmt.

Daraus lassen sich Risiken für den weiteren Verlauf – für das Weiterbestehen der HPV-Infektion, für die Entstehung von Dysplasien – ableiten.